Sie kennen sicherlich alle den Begriff „Feinstaub“. Wissen Sie jedoch, wie gefährlich er für Kinder und Erwachsene ist? Menschen in Groß- und Kleinstädten müssen mit dem Feinstaub leben. Zumindest so lange, bis in der Gesellschaft ein Umdenken und ein anderes Handeln stattfinden. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie gefährlich Feinstaub für uns alle ist und welche Maßnahmen man treffen sollte, um ihn zu vermindern.
Was ist Feinstaub?
Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die in die Luft gelangen und bei Kindern und Erwachsenen die Atemwege erheblich schädigen können. Die Konzentration von Feinstaub wird in Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Es gibt in Deutschland zahlreiche Messstationen, die den Feinstaub in der Luft zuverlässig messen. Er wird in sogenannte „Fraktionen“ unterteilt. Es gibt die Fraktion PM10. Das sind Partikel mit einem Durchmesser von bis zu 10 Mikrometern. Dann gibt es PM2.5. Sie haben einen Durchmesser von bis 2,5 Mikrometern.
Wie entsteht Feinstaub?
Wie so oft im Bereich der Umweltverschmutzung ist der Mensch die Ursache für den Feinstaub. Der Feinstaub entsteht durch Verbrennungsmotoren von Fahrzeugen, Industrieanlagen, Heizungen und auf Baustellen.
Welche Gesundheitsrisiken gibt es durch Feinstaub?
Die Menschen, die in einer mit Feinstaub belasteten Groß- oder Kleinstadt leben, können an akuten und chronischen Atemwegserkrankungen erkranken (Asthma, chronische Bronchitis, Lungenentzündungen). Der Feinstaub kann für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sorgen, da die Partikel über die Lunge ins Blut gelangen können und dort Entzündungen und Verengungen der Blutgefäße hervorrufen können. Wenn Menschen häufig dem Feinstaub ausgesetzt sind, beispielsweise Menschen, die in Städten im Freien arbeiten, besteht ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, auch dann, wenn diese Menschen keine Raucher sind.
Speziell bei Kindern können zusätzlich Entwicklungsstörungen, Asthma und Allergien auftreten. Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kann eingeschränkt sein.
Vorerkrankte Menschen sollten an Tagen mit einer erhöhten Feinstaubbelastung der Luft besser nicht ins Freie gehen und die Fenster in ihrer Wohnung geschlossen halten. Denken Sie jedoch wegen einer möglichen Schimmelbildung in der Wohnung an besseren Tagen an das regelmäßige fünfminütige Stoßlüften.
Welche Maßnahmen ergreifen die Städte?
Die Umwelt- und Verkehrsämter der Städte versuchen, den Autoverkehr in den Griff zu bekommen, indem sie Umweltzonen errichten, den öffentlichen Personennahverkehr fördern, zwar schleppend, aber immerhin Auflade-Stationen für Elektrofahrzeuge aufstellen und Grünflächen anlegen. Eine Umweltzone ist ein Bereich, in dem nur Autos mit bestimmten Umweltplaketten fahren dürfen. Fahrzeuge, die hohe Emissionswerte haben, weil sie schon älter sind, dürfen dort nicht fahren.
Was Sie selbst tun können
Die meisten Menschen lieben ihr Auto und haben auch mindestens eines davon in der Familie. Autos erzeugen nicht nur Feinstaub, sondern sorgen für den zwangsläufigen Reifenabrieb für Mikroplastik in Flüssen und Meeren. Sie schädigen also nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und die Natur. Vielen Autofahrerinnen und Autofahrern scheint dies jedoch gar nicht bewusst zu sein. Und wenn es ihnen bewusst ist, scheint es ihnen gleichgültig zu sein.
Bei einer Bevölkerung von etwa 80 Millionen Menschen in Deutschland gab es im Jahr 2023 etwa 39 Millionen Autofahrer*innen. Wenn man berücksichtigt, dass es in Deutschland rund 50 Millionen Menschen gibt, die zwischen 18 und 65 Jahre alt sind, dann sehen Sie, dass weit über die Hälfte dieser Menschen Auto fährt. Ein sehr bedenklicher Umstand. Viele Menschen haben das Gefühl, einfach auf ihr Auto nicht verzichten zu können. Sie fahren damit zur Arbeit, einkaufen, zu Freizeitveranstaltungen, auf Ausflüge und in Urlaub. Das Auto scheint das ideale Gefährt für alle möglichen Lebenssituationen zu sein.
Es wäre sehr hilfreich und gut für die Natur, wenn die Menschen umdenken und ihr Auto bewusster nutzen würden. Außerdem wäre es sinnvoll, statt ein konventionelles Auto mit Verbrennungsmotor zu fahren, auf ein Elektroauto umzusteigen, sofern es finanziell machbar ist. Mit der Zeit werden wohl auch die Elektroautos preiswerter, wenn ihre Nachfrage steigt. Hoffen wir es zumindest. Ideal ist es, wenn Sie nicht für alle alltäglichen Wege das Auto nutzen, sondern auf das Fahrrad, die Bahn oder den ÖPNV umsteigen. Oder denken Sie über Carsharing nach, wobei Sie das Auto nur dann nutzen, wenn es unvermeidbar ist. Beispielsweise, wenn Sie ein Möbelstück transportieren müssen oder in eine Region fahren, die nicht mit dem ÖPNV oder der Bahn erreichbar ist.
Mein Mann und ich besitzen gar kein Auto. Wir kaufen zu Fuß mit dem Rucksack ein, nutzen den ÖPNV oder die Deutsche Bahn und kommen wunderbar damit zurecht. Es muss nur ein wenig guter Wille da sein und man kann damit viel für die Umwelt tun.
Wir hoffen sehr, dass die Menschen umdenken. Fridays for Future und andere Umweltaktivist*innen sind ein kleiner Hoffnungsschimmer am grauen Feinstaubhimmel.